Zwischen Pfarrhausweg und Kirche

Zwischen Pfarrhausweg und Kirche

Zwar hat sich bezüglich der unterschiedlichen Behandlung von Kriegerdenkmalen und Mahnmalen für die Opfer des Hitler-Faschismus einiges verbessert, doch erneut gibt es Stimmen, die eine „180-Grad-Wende“ in der Erinnerungskultur fordern.

In einem Paarhundert-Seelen-Dorf auf der Schwäbischen Alb fand ich Mitte der 1980er-Jahre im Dorfzentrum ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Gut gepflegt, wie es einem Denkmal in der Mitte einer Ortschaft zukommt. Der KZ-Friedhof – auf der Schwäbischen Alb gab es ja reichlich Außenstellen – war dagegen ganz am Rand im Wald versteckt und dem Verfall nahe. Im Jahr 2004, zwanzig Jahre nach seiner Entstehung, habe ich diesen verschollen geglaubten Text wiedergefunden, der etwas beschreibt, was mir an verschiedenen Orten Deutschlands aufgefallen ist und noch immer wieder auffällt: die Ungleichbehandlung von Kriegerdenkmalen und KZ-Gedenkstätten. Da hat sich inzwischen zwar einiges verbessert, andererseits hören wir aber auch wieder die Stimmen, die eine „180-Grad-Wende“ in der Erinnerungskultur fordern. Und deswegen ist dieser Text aus dem Jahre 1984 leider auch heute noch aktuell. Ich stelle ihn hier in einer nur marginal überarbeiteten Fassung, aber in neuer Vertonung vor.

Liedtext und Audio auf ktbrandstetter.de

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