An die Freundschaft

(ktb) Die Komposition An die Freundschaft ist für das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von St.-Péray und Groß-Umstadt als Auftragsarbeit entstanden. Der Auftrag lautete, mir Gedanken zum Thema Freundschaft zu machen. Text- und musikalisch-kompositorische Arbeiten haben etwa drei Monate in Anspruch genommen. Die französische Nachdichtung wurde von einem Muttersprachler übernommen (Jean-Pierre Bouaffar). Uraufgeführt wurde das Stück in der französischen Fassung im September 2016 in Saint-Péray, Frankreich. Die deutsche Version fand ihre Erstaufführung zwei Wochen später in Groß-Umstadt. Besetzung: 2 Gitarren, Trompete, Schlagzeug.

Die nebenstehende Abbildung zeigt das ebenfalls von mir entworfene Design für die CD-Hülle resp. den CD-Aufdruck.

Text und Musik

 

Dich halt‘ ich wie mein eig‘nes Kind,
denn du zerbrichst so leicht wie Kinderseelen.
Doch bist du auch, wie Kinder sind:
Auf deine Gunst lässt sich doch immer zählen.

Du bist aus uns‘rem Blut gemacht,
das schon in mancher schlimmen Schlacht –
wie immer – nur für andre floss.
Ich hab‘ schon längst genug davon,
ich will dein Lachen als Vision,
denn ohne Freunde ist man heimatlos.

Dir füll‘ ich gern den Teller auf.
Das Beste, das ich habe, soll dich segnen.
Mach‘ voll das Glas! Dem Ausverkauf
lässt sich mit guten Freunden leicht begegnen.

Du bist die Ernte, die man braucht
für alles, was man trinkt und raucht,
für alles, was uns wohl ernährt.
Trotz allem, was sich ändern mag,
lebt man als Mensch vom Endbetrag.
Und Freundschaft ist ein warmer Herd.

Erhebt das Glas und trotzt der Welt,
auch wenn sie sich für besser hält.
Sie kann nie besser sein als eine Freundschaft.

Dich lass‘ ich gerne in mein Haus,
denn du bringst immer etwas in Bewegung.
Und bin ich mal zu grad‘ heraus,
weiß ich, von dir bekomme ich Vergebung.

Mit dir lernt man die Welt versteh‘n,
begreift, dass ein „Auf Wiedersehn“
ein Wunsch ist und kein Abschiedswort.
Du kennst die Töne der Musik,
erhebst den Klang zur Politik,
fügst Menschen zu einem Akkord.

Erhebt das Glas …

Dich halt‘ ich wie mein eignes Kind,
denn du zerbrichst so leicht wie Kinderseelen.
Doch bist du auch, wie Kinder sind:
Auf deine Gunst lässt sich doch immer zählen.

Du spielst dein unbefang‘nes Spiel,
bist, wenn man sich versteht, am Ziel,
gewährst uns eine Amnestie.
Du zeigst uns mit Behutsamkeit
die ganze Farbenpracht der Zeit,
bist Augenblick und zugleich Utopie.

Erhebt das Glas …

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